Rückzug von Wolfgang Bosbach

Seit Wochen ist bekannt, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach seinen angekündigten Rückzug aus dem Bundestag mit dem "Kurswechsel" seiner Partei begründet hat. Seine Entscheidung, bei der kommenden Bundestagswahl nicht mehr zu kandidieren, habe neben persönliche auch politische Gründe, betonte Bosbach in unzähligen Talkrunden. "Die CDU hat in wichtigen Fragen Kurskorrekturen vorgenommen, die ich nicht mehr vertreten kann."
Bosbach hatte die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung in den vergangenen Jahren mehrfach scharf kritisiert und eine Abkehr von der Vergabe der Hilfskredite an angeschlagene Euro-Länder gefordert. Aus Protest hatte er vor einem Jahr seinen langjährigen Posten als Vorsitzender des Innenausschusses des Bundestags abgegeben.

In den vergangenen Monaten stellte sich Bosbach zudem öffentlich gegen die Flüchtlingspolitik Merkels und zog ihre Aussage "Wir schaffen das" in Zweifel. Er warnte vor einer Überforderung Deutschlands und forderte eine Kurskorrektur der CDU nach rechts. "Ich vertrete in keinem einzigen Thema eine Auffassung, die nicht einmal auch die Auffassung der CDU war", betont der 64-jährige Bosbach immer wieder. Dass seine Partei Positionen geändert habe, "muss ich als Demokrat akzeptieren, ich muss das aber nicht mitgehen". Er könne die Politik der CDU daher nicht mehr "in voller Überzeugung vertreten",
Das müsste er aber, wenn ich noch einmal für den Bundestag antreten würde. Der 1952 in Bergisch Gladbach geborene Bosbach ist seit 1972 Mitglied der CDU. 1994 zog er erstmals in den Bundestag ein. In den Folgejahren machte Bosbach besonders als Innenpolitikexperte von sich reden. Der verheiratete Vater dreier Töchter ist seit längerer Zeit an Krebs erkrankt.
Damit geht einer der letzten Konservativen von Bord der CDU und wir Konservativen bedauern es sehr, denn sein Wort hatte nicht nur in der CDU Gewicht, sondern er war auch bei seinen Gegnern sehr beliebt. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute…vorallem Gesundheit!

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Thlmann